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Trauerredner Carsten Riedel im Büro bei einem Gespräch mit Headset

Trauergespräch per Telefon oder Video

Ein Trauergespräch per Telefon oder Video braucht ebenso Zeit wie ein Treffen vor Ort. Vor allem muss Vertrauen entstehen. Wie wir miteinander sprechen, hängt von Ihrer Situation ab. Wir können uns bei Ihnen zu Hause treffen. Ebenso ist ein Gespräch per Video oder Telefon möglich. Wohnen einzelne Angehörige weiter weg, schalten wir sie auf Wunsch zu einem persönlichen Treffen dazu.

Ich komme gern zu Ihnen nach Hause, wenn sich das sinnvoll organisieren lässt. Ein Videogespräch ist aber keine Notlösung. Es ist eine gute Alternative bei großer Entfernung oder wenn sich kurzfristig kein gemeinsamer Termin vor Ort finden lässt. Dabei geht es nicht um erste oder zweite Wahl. Wichtig ist, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, von dem wir Abschied nehmen müssen.

Welche Gesprächsform passt zur Familie?

Bei einem Hausbesuch bekomme ich einen Eindruck von der Umgebung, in der der verstorbene Mensch gelebt hat. Ein Bild oder ein Gegenstand kann eine Frage auslösen, auf die ich sonst vielleicht nicht gekommen wäre. Einmal fiel mir beim Verlassen eines Hauses eine Bank auf. Daraufhin erzählte mir die Ehefrau, wie gern beide dort gemeinsam gesessen hatten. Genau solche kleinen Erinnerungen machen eine Trauerrede lebendig.

Auch Blicke und Zwischentöne nehme ich vor Ort unmittelbarer wahr. Sitzen mehrere Angehörige zusammen, kommen sie häufig miteinander ins Erzählen. Beim Videogespräch liegt die Stärke an anderer Stelle: Wir können uns kurzfristig verabreden und große Entfernungen überbrücken. Familienmitglieder haben die Möglichkeit, sich von verschiedenen Orten aus zu beteiligen. Welche Form gut passt, klären wir deshalb gemeinsam.

Wann ein Trauergespräch per Video sinnvoll ist

Eine Trauerfeier muss mitunter kurzfristig organisiert werden. Lässt sich in der verfügbaren Zeit kein Hausbesuch einrichten, können wir uns per Video treffen.

Oft ist die Entfernung der Grund. Gerade hier in den ostdeutschen Bundesländern leben die erwachsenen Kinder inzwischen in anderen Regionen. Die Eltern sind in der Heimat geblieben und werden später auch hier beigesetzt. Ihre Kinder wohnen vielleicht in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg und reisen erst zur Trauerfeier wieder an.

Berufliche Verpflichtungen können ein Treffen ebenfalls erschweren. Das gilt beispielsweise für Lkw-Fahrer, Menschen auf Montage oder Angehörige mit wenig zeitlichem Spielraum. Durch den Videocall können sie trotzdem in Ruhe an der Vorbereitung mitwirken.

Für ein Trauergespräch per Telefon oder Video plane ich genauso viel Zeit ein wie für einen Hausbesuch. Es entfällt lediglich die Anfahrt.

So läuft das Trauergespräch per Telefon oder Video ab

Sobald die Buchung erfolgt ist und mir die notwendigen Daten vorliegen, vereinbaren wir einen Termin. Vorab sende ich Ihnen eine Frageliste sowie Informationen zum möglichen Ablauf der Trauerfeier.

Dieser Fragebogen soll helfen. Er ist keine Pflichtaufgabe und muss auch nicht vollständig ausgefüllt sein. Vieles können wir gemeinsam erarbeiten. Weitere Erinnerungen tauchen oft erst während des Gesprächs auf.

Zu Beginn stelle ich mich und meine Arbeitsweise vor. Anschließend überprüfen wir die Daten und sprechen über die Gestaltung der Trauerfeier. Natürlich geht es dabei auch um die Musik. Danach widmen wir uns ausführlich dem Leben des verstorbenen Menschen. Liegt mir der Fragebogen bereits vor, gehen wir die Antworten gemeinsam durch und ergänzen, was noch fehlt.

Technisch richte ich mich nach dem, was für Sie gut funktioniert. Möglich sind zum Beispiel FaceTime, Microsoft Teams oder ein Videoanruf über WhatsApp. Grundkenntnisse und eine stabile Internetverbindung reichen normalerweise aus.

Wenn Angehörige per Video dazukommen

Es gibt außerdem Gespräche, bei denen ich einen Teil der Familie persönlich treffe und weitere Angehörige digital dazukommen. Vielleicht lebt die Mutter in Zwickau, während ihre Kinder weiter entfernt wohnen. Dann sitze ich mit ihr am Tisch und wir nehmen die Kinder per Video gewissermaßen in unsere Mitte.

Entfernt wohnende Kinder sind meist von Anfang an dabei. Freunde oder andere Wegbegleiter können später hinzukommen, wenn ihre persönlichen Erinnerungen gefragt sind. Ich achte darauf, dass die zugeschaltete Person wirklich Teil des Gesprächs bleibt. Niemand soll wegen der Technik oder während eines lebhaften Austauschs vergessen werden.

Wo Video und Technik an Grenzen kommen

Eine instabile Internetverbindung kann den Gesprächsfluss unterbrechen. Hinzu kommen mitunter Probleme mit dem Mikrofon oder dem Lautsprecher. Sind mehrere Menschen zugeschaltet, braucht es etwas Disziplin, damit nicht alle gleichzeitig sprechen. Auch kurze Verzögerungen müssen wir berücksichtigen.

Über den Bildschirm sehe ich die Gesichter und kann die Mimik wahrnehmen. Manche Zwischentöne kommen dennoch weniger deutlich bei mir an. Außerdem fehlt mir der Blick in die Umgebung. Dadurch entsteht vielleicht die eine oder andere Frage nicht, die sich bei einem Hausbesuch ganz von selbst ergeben hätte.

Unpersönlich muss ein Videogespräch deshalb nicht sein. Ich höre aufmerksam zu und frage nach. Um Missverständnisse zu vermeiden, fasse ich wichtige Aussagen noch einmal zusammen. Im Laufe des Gesprächs entstehen oft sehr vertraute Momente. Dann spielt die räumliche Entfernung kaum noch eine Rolle.

Trauergespräch per Telefon

Fehlen die technischen Voraussetzungen für einen Videocall, können wir das Trauergespräch per Telefon führen. Inhaltlich läuft es nicht anders ab. Organisatorische Fragen werden ebenso geklärt wie die Erinnerungen an den verstorbenen Menschen.

Am Telefon kann ich keine Mimik sehen. Deshalb achte ich besonders auf die Stimme und auf Pausen. Bei wichtigen Aussagen frage ich lieber noch einmal nach. So kann ich sicher sein, alles richtig verstanden zu haben.

Bitte nehmen Sie sich Zeit

Die Gesprächsform ist am Ende weniger wichtig als die Zeit, die wir uns dafür nehmen. Welche Form zu Ihrer Situation passt, können wir bei der ersten Kontaktaufnahme klären. Nur so kann ich zuhören, die richtigen Fragen stellen und den verstorbenen Menschen kennenlernen.

Daraus soll eine Rede entstehen, die nicht einfach Lebensdaten aufzählt. Ich möchte von einem Menschen erzählen können, wie von einem guten Freund.

Häufige Fragen zum Trauergespräch per Telefon oder Video

Ja. Das gesamte Trauergespräch kann per Video stattfinden. Inhaltlich nehmen wir uns dafür genauso viel Zeit wie bei einem Treffen vor Ort und sprechen über den Menschen, die Trauerfeier und alle organisatorischen Fragen.

Ja. Angehörige können sich von verschiedenen Orten zuschalten. Ebenso ist eine Mischform möglich: Ein Teil der Familie trifft sich mit mir persönlich, während weitere Angehörige per Video dazukommen.

Planen Sie ungefähr zwei Stunden ein. Entscheidend ist nicht die Gesprächsform, sondern dass genug Zeit für Erinnerungen und alle Fragen zur Trauerfeier bleibt. Wie ein Trauergespräch grundsätzlich abläuft, erklärt der Ratgeber Das Trauergespräch.

Welche Gesprächsform passt zu Ihnen?

Wir besprechen gemeinsam, welche Gesprächsform für Sie und Ihre Familie gut funktioniert. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich in Ruhe beraten.

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