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Humor In Der Trauerrede – Ein Lächeln Bei Der Abschiednahme

Humor in der Trauerrede – Ein Lächeln bei der Abschiednahme

Humor in der Trauerrede? “Eine Trauerfeier ist eine traurige Angelegenheit – das sagt doch schon der Name! Lachen darf man da keinesfalls! Wieso auch – wir trauern um einen Menschen.” Dazu vertrete ich eine andere Meinung. Ich rede über das Leben und dazu gehören Freude und Leid – Lachen und Weinen. Das Leben würdigen – angemessen in der Trauerrede. 

Humor in der Trauerrede – Wirklich?

Über eines sollten wir uns im Klaren sein: Eine Trauerfeier ist ein Abschied von einem geliebten Menschen, der uns traurig macht. Ganz automatisch fließen Tränen – man denkt zurück an eine gemeinsame Zeit, an Erlebtes und man ist tief betrübt, dass ein Mensch fehlt – er fehlt für immer. Dennoch muss eine Trauerrede nicht nur traurig sein. Ich halte in dem Sinne “Lebensreden.” Meine Reden würdigen das Leben, den Menschen und seinen Charakter. Wenn ein fröhlicher, geselliger Mensch gestorben ist, warum sollte man dann nicht an die schönen verlebten Stunden erinnern?

Der Humor in der Trauerrede gehört für mich auf jeden Fall dazu. Deshalb frage ich im Gespräch mit den Angehörigen oft nach schönen Erlebnissen, lustigen Begebenheiten und natürlich nach dem Humor des Menschen. Oft genügt es schon in der Rede ein Ereignis, das allen bekannt ist, kurz anzureißen und schon zaubert sich ein verschmitztes Lächeln auf das Gesicht der Trauernden. Oft sagen mir die Angehörigen nach meinen Reden, dass ich wirklich die Persönlichkeit des Verstorbenen gut getroffen habe und dass es gewesen sei, als ob er irgendwie unter ihnen war.

Ich bin für Sie da!

Haben Sie einen geliebten Menschen verloren und wollen sein Leben in einer guten Trauerrede gewürdigt wissen? Kontaktieren Sie mich. Im Gespräch finden wir zueinander und einen Weg für einen würdigen Abschied. Ich bin für Sie erreichbar unter 03761-88 95 315

Wie verarbeitet man Humor in der Trauerrede?

Das ist gar nicht so einfach und es muss natürlich mit Fingerspitzengefühl passieren. Im persönlichen Gespräch kann ich sehr gut herausfinden, wie der Mensch war, der gegangen ist. Ich finde aber auch heraus, was die Angehörigen sich wünschen. Natürlich geht es um den Verlust, natürlich wird geweint aber es wird auch gelacht, oft unter Tränen. Manchmal empfinde ich eine Trauerrede als emotionale Achterbahn. Wenn man an das Leben erinnert, dann natürlich an die Meilensteine, an kleine Rituale, die man zusammen hatte. Manchmal hatte der Verstorbene kleine Schrullen oder Angewohnheiten. Die kleinen Anekdoten, die ganz beiläufig im Trauergespräch erzählt werden, sauge ich auf, wie ein Schwamm – sie eignen sich, um den Humor in der Trauerrede zu erzeugen. Ich positioniere sie an der richtigen Stelle und lasse dabei ein Lächeln in liebender Erinnerung entstehen. Das macht den Abschied nicht leichter, aber doch erträglicher. Es ist jedoch wichtig das “Publikum” jederzeit gut zu beobachten und auf die Emotionen der Zuhörer zu reagieren. Man muss flexibel in der Rede sein und einfach auch einmal etwas weglassen können, wenn man das Gefühl hat, es könnte jetzt doch unangebracht sein.

Im Gegensatz dazu, kann ich eine kleine Geschichte erzählen, die mir kürzlich passiert ist: Vor der Trauerfeier unterhielt ich mich mit einem Freund des Verstorbenen, der erzählte mir noch eine witzige Geschichte, die sein Wesen wirklich gut beschrieb. Als ich in meiner Rede an einer passenden Stelle angelangt war, fügte ich die Anekdote einfach ein. Der Freund war erstaunt, dass die Anekdote noch Eingang in die Rede fand.

Den Abschied erträglich machen

Gerade wenn eine Mensch ein schönes Leben gelebt hat, sich der Lebenskreis nach einem langen Leben geschlossen hat, kann man mit den kleinen Geschichten, die das Leben schrieb, den Abschied erträglicher machen. Humor in der Trauerrede ist auch ein Mittel um den Hinterbliebenen ein Gefühl der Dankbarkeit zu vermitteln. Dankbarkeit dafür, dass man am Leben des Anderen teilhaben durfte. Der Abschiedsschmerz wird dadurch nicht geringer aber vielleicht kann ich dazu beitragen, dass die “Angst” vor einer Trauerfeier ein wenig genommen wird.

Leben heißt ja sagen – ja zu allem – auch zum Tod.

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